Expedition und Test des EAZYRC Patriot von D-Power / FMS

/ Juni 14, 2021

Mit dem Kleinen auf großer Expedition – ob er das schafft?

Hinter dem Namensgebilde steckt ein Toyota Landcruiser im kleinen Handtaschenformat, genauer erweitert der Patriot die RC-Maßstabspalette um den Bereich 1:18.

RC Modellbau Jung gab uns nun einen Patriot zum Testen.

Die Beschreibung aus der Werbung kann jeder nachlesen, wir schenken sie uns an dieser Stelle und wollen sehen, was er wirklich kann.

Bei dichtem Sonnenschein schneit uns also dieser Kleinwagen ins Haus und wir können nicht anders, für den Patriot geht es auf große Expedition, nämlich auf eine der Trophystrecken für unsere 1:10er. Auf ins Gelände.

Der Wagen verfügt über extrem leichtgängige Federn um bei der leichten Karosserie dennoch arbeiten zu können. Es gelingt. Ein wunderbar realistisches Fahrbild wird erzeugt. Die Lenkung ist zudem präzise, der Sender liegt gut in der Hand. Wir folgen begeistert den Bewegungen auf dem Feldweg – es kracht. Ein kleiner Kiesel versperrt den Weg. In 1:10 noch ein langsam zu überrollender Brocken, für den Patriot durchaus ein Findling mit 1×2 Metern. 

Uns wird klar, es braucht Anpassungen. Zunächst bei uns selbst.

Auf den Gashahn des mitgelieferten Senders muss man sich einstellen, die Kombination mit dem Regler/Empfängermodul lässt Luft nach oben. Gerade bei langsamem Fahren. Das klappt schnell ganz gut, nur rückwärts kommt das Gas extrem spät und sehr stark. Also aufgepasst bei schwerem Gelände.

Und das folgt schneller als gedacht. Gasgeben auf dem in die Berge führenden Feldweg ist nicht. Kieseln ausweichen oder erklimmen und dann kommen Gräser. Sie sind eine echte Herausforderung. Ein Büschel wirft uns bei Vollgas um. Es ist ja auch ein dichtes Gebüsch.

Auffahrt in die grasbewachsenen Felsen. In Schräglage schlagen sie wieder zu. Genauer die Einzahl. Ein Grashalm massiverer Art stemmt den Wagen hoch. Der zweite Anlauf gelingt, doch es wird nicht der letzte Purzelbaum sein. Wer schafft es ohne Umkippen den nächsten Meter zu meistern. Ein Wettbewerb beginnt. Aber wir ahnten es schon vorher – die Strecke hat es in sich…schon für die Großen. Umdenken, Teil 2.

In die Landschaft reinzoomen. Alles wird größer. Was in 1:10 klein ist, wächst zur Welt. Das macht Spaß, für Phantasie und Bauchmuskeltraining ist vor Bücken und Lachen gesorgt. Auf kleinstem Gebiet die fahrbaren Wege zu finden, der eine Fahrer gibt dem anderen die Aufgaben vor.

Mit Birkenstämmchen als Brücken kämpfen wir uns die Trophystrecke durch. Die Reifen sind griffig, jedoch fehlt ihnen etwas der nötig Arbeitsdruck. Zudem ist der Wagen ist deutlich hecklastig. Wir korrigieren es mit kleinen Kieseln unter der Motorhaube. Und siehe da, mehr Grip, bessere Gewichtsverteilung und mehr Fahrspaß.

Jetzt kommt der Eroberungsmodus. Der Kleine kommt dort hoch, wo die Großen scheitern. Nur unser Blick ist noch immer nicht vollkommen angepasst. Satte 27 Mal liegen wir auf der Seite, 16 zu 11, auch das ein Wettbewerb für die Fahrer. Aber es ist ja auch eine Kennenlernfahrt.

Nach mehr als zwei Stunden brauchen wir eine Pause – der Kleine nicht. Sein erster Akku hält immer noch. Wir lassen den Blick über den Wagen im Vordergrund und die geschaffte Strecke schweifen.

Mit den „Großen Scalern“ kann er natürlich nicht mithalten, aber für die spaßige Runde zwischendrin erzeugt der Wagen auch die für Scale-Fans typischen Fahrambitionen und das dazugehörige Grinsen.

Die Größe ist handtaschentauglich, ein „immer dabei“, Urlaubs- oder Zusatzspaßgerät. Kompakt verpackt, inklusive Sender, kleinstem USB-Ladegerät und …zwei (!) Akkus. Das bedeutet für uns, nochmal mehr als zwei Stunden Geländefahrt – ob wir das schaffen?

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